Bildung darf nicht arm machen!

Nach ungezählten Abbaumassnahmen und Kürzungen in den letzten Jahren wird es definitiv Zeit für einen Richtungswechsel in der Luzerner Bildungspolitik. Die JUSO Kanton Luzern fordert daher eine kantonale Ausbildungsförderung, welche sämtlichen jungen Menschen in Ausbildung einen monatlichen Betrag auszahlt, welcher zum Leben reichen muss. Dies, weil Bildung nicht arm machen darf. Am Donnerstagabend machte die JUSO Kanton Luzern mit einer Aktion auf diese Thematik aufmerksam. 

Die Bildungseinrichtungen im Kanton Luzern haben schon bessere Zeiten gesehen: Zwangsferien, längere Arbeitszeiten bei gleichbleibendem Lohn für Lehrpersonen, die Streichung von Freifächern und immer wieder überlegte Schliessungen von grossen und wichtigen Bildungseinrichtungen. Hinzu kommen die Stipendien, welche zwischen 2004 und 2017 um 40% gekürzt wurden.

«Bildung bedeutet nicht nur mühsames Mathebüffeln oder langweiliges Französisch-Voci-Lernen, sondern macht letztlich unsere Zukunft aus – sowohl diejenige der Lernenden wie auch die der Gesamtgesellschaft. Deshalb muss die Bildung konsequent gefördert werden», erklärt Vizepräsident Jonas Ineichen. Doch dies geschehe im Kanton Luzern aktuell nicht, so Ineichen weiter. Stattdessen versuche man wo immer möglich den Rotstift anzusetzen, was eine Folge der gescheiterten Tiefsteuerstrategie sei, führt er weiter aus.

Die JUSO Kanton Luzern fordert deshalb eine Kehrtwende in der kantonalen Bildungspolitik: Sie setzt sich ein für eine kantonale Ausbildungsförderung, welche jungen Menschen in einer tertiären Ausbildung eine Lebensgrundlage schafft und verhindert, das finanzielle Möglichkeiten der Eltern über Bildungschancen entscheiden. Weiter fordert die JUSO, dass alle Bildungskosten durch den Staat getragen werden – Schulgelder und Studiengebühren sollen also abgeschafft und Lehrmittel ohne Kosten zur Verfügung gestellt werden.

«Beispielsweise in Schweden ist eine stärkere Unterstützung auf dem Ausbildungsweg gang und gäbe.» betont Lorena Stocker, Präsidentin der JUSO Kanton Luzern. «Wenn die Politik im Kanton Luzern sich nicht grundlegend ändert, sieht es für die Chancengleichheit weiterhin schlecht aus», fügt Anna Gallati, Kantonsrats-Spitzenkandidatin der JUSO Kanton Luzern, hinzu. Für die JUSO Kanton Luzern ist klar: Bildung darf nicht arm machen!

 

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