Die Jungparteien JUSO, Junge Grüne und die Junge Mitte der Stadt Luzern stellen sich gemeinsam gegen die Abschaffung des städtischen Mindestlohns am 27. September: Wer arbeitet, soll davon leben können.
Seit Januar 2026 gilt in Luzern ein Mindestlohn von 22.75 Franken pro Stunde. Dieser Betrag reicht knapp für das Existenzminimum und orientiert sich an den Ergänzungsleistungen. „Für unsere Generation sind steigende Lebenskosten keine abstrakte Statistik, sondern Realität. Hände weg vom Mindestlohn!“ sagt Benjamin Ferizaj, Co-Präsident JUSO Luzern.
Der Mindestlohn ist eine Frage der Fairness und verhindert ausbeuterische Arbeitsverhältnisse. In einem der reichsten Länder der Welt sollte niemand trotz Vollzeitjob auf Sozialhilfe angewiesen sein. „Frauen sind doppelt so häufig von den zu tiefen Löhnen betroffen. Ein Nein zur Abschaffung des Mindestlohns sorgt für mehr Lohngleichheit.“ sagt Chiara Peyer, Grossstadträtin Junge Grüne.
Für die junge Generation ist die Abstimmung keine Frage des politischen Lagers. Auch die Junge Mitte stellen sich hinter den demokratisch eingeführten Mindestlohn. Denn ein halbes Jahr nach Inkrafttreten den Mindestlohn wieder zu streichen, wäre wirtschaftlich unvernünftig und politisch unzuverlässig. Der Mindestlohn wurde demokratisch eingeführt. Eine Abschaffung nach nur einem halben Jahr schafft Unsicherheit für Familien und Betriebe. Benedikt Aregger, Präsident Junge Mitte Stadt Luzern sagt: „Eine attraktive Stadt Luzern muss sozialverträglich bleiben: Dieser Mindeststandard ist ein Instrument dazu.“
Wer Vollzeit arbeitet, muss davon leben können: Mindestens CHF 22.75/h brutto sind Pflicht. Das ist eine Frage des Anstandes. Darum empfehlen wir gemeinsam am 27. September ein Nein zur Abschaffung des Mindestlohns.