Lancierung kantonale Initiative “Psychische Gesundheit der Jugend stärken!”

31.01.2026

Die JUSO Luzern hat heute die kantonale Initiative “Psychische Gesundheit der Jugend stärken” lanciert. Ziel der Initiative ist die langfristige Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Kanton Luzern. Dabei wird die JUSO von vielen Parteien, Verbänden und Organisationen unterstützt.

“Rund ein Drittel der Jugendlichen in der Schweiz sind von psychischen Problemen betroffen.” sagt Benjamin Ferizaj, Vize-Präsident JUSO Luzern. Patient:innen warten im Kanton Luzern heute bis zu sechs Monate auf einen ambulanten Platz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wartezeiten, die sich in den letzten Jahren stetig verschärft haben. Die Folgen davon sind deutlich: Die häufigste Todesursache bei Jugendlichen ist Suizid. Medizinisch notwendige Behandlungen sollten innert spätestens vier Wochen beginnen, wie es auch bei körperlichen Notfällen selbstverständlich ist.

Jahrelang blieb die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Politik untergeordnet. Die Folge sind überlastete Institutionen, fehlende Präventionsangebote und ein akuter Fachkräftemangel. Die Initiative erteilt den Auftrag an die Politik, endlich konkrete Massnahmen zu ergreifen mit Fokus auf Prävention und frühzeitige, niederschwellige Angebote. “Nur mit ausreichend Fachkräften und flächendeckender Unterstützung lassen sich die langen Wartezeiten und Überlastungen nachhaltig angehen.” sagt Lia Bachmann, Vorstand JUSO Luzern.

“Ambulante und präventive Behandlungen sind nicht nur wirksamer, sondern auch deutlich günstiger als stationäre Langzeitaufenthalte.” sagt Florian Thalmann, Präsident Junge Mitte. Viele stationäre Einweisungen könnten durch rechtzeitige ambulante Hilfe verhindert werden. Das heutige System ist teurer als die Massnahmen, welche durch die Initiative gefordert werden. Längerfristig geht die Rechnung also durch erhöhte Produktivität und tiefere Behandlungskosten auf und entlastet das Luzerner Gesundheitssystem.