Rote Karte für Sexismus: Petition mit 391 Unterschriften eingereicht!
Im Vereinsheftli “Penalty” schreibt Albert Kaufmann, Präsident des FC Horw, zutiefst sexistische Aussagen. Wir zeigen ihm darum die Rote Karte: Die JUSO Luzern hat eine Petition mit knapp 400 Unterschriften an den Vorstand vom FC Horw eingereicht und fordert darin den Rücktritt von Albert Kaufmann. Für den Vorstand des FC Horw sei das Thema aber schon abgeschlossen, obwohl er in seiner Stellungnahme eine interne Analyse versprochen hat.
Die Petition der JUSO Luzern spricht klare Worte, konkret wird gefordert:
- Der sofortige Rücktritt von Albert Kaufmann als Präsident des Vereins.
- Eine langfristige Strategie zur Frauenförderung beim FC Horw, damit wieder ein aktives Frauenteam aufgestellt werden kann.
Wegen seinen sexistischen Aussagen zum Frauenfussball und konkret zur Frauen Fussball-EM in der Schweiz, finden 391 Unterschreibende, dass solch misogynes Verhalten nicht geduldet werden darf.
“Sein Verhalten ist unglaublich entmutigend für fussballinteressierte Mädchen und Frauen aus der Umgebung. Eigentlich tragisch, dass wir im Jahr 2025 noch so weit von echter Gleichstellung entfernt sind.” sagt Anika Burri, Vorstandsmitglied Juso Luzern.
Der FC Horw hat aktuell kein Aktivteam bei den Frauen. Das früher bestehende Team musste aufgelöst werden. Laut Präsident Kaufmann sei es trotz enormer Anstrengungen nicht gelungen, ein Team aufzustellen. Doch seine niveaulosen Phrasen im Vereinsheftli gegen Frauenfussball zeigen auf, wie heuchlerisch diese Aussage ist. “Als Präsident ist man insbesondere dafür verantwortlich, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Sport zu begeistern. Dieses Ziel verfehlt Kaufmann klar.” sagt Svenja Bauer, Sekretariat JUSO Luzern. Mit seiner Einstellung zum Frauenfussball ist es leider nicht verwunderlich, dass kein motiviertes Team zustande kommt.
Der FC Horw schreibt sich auf der Vereins-Website Gleichstellung, Fairness und Vielfalt auf die Fahne. Konkret: “Wir setzen uns für Gleichberechtigung jeglicher Art ein.” Diskriminierung habe beim FC Horw keinen Platz, es gelte die Null-Toleranz. Mit diesen, vom Verein selbst erklärten Werten, ist die sexistische Haltung von Albert Kaufmann unvereinbar. “Ein Fussballclub-Präsident, der Frauenfussball in Frage stellt, ist nicht tragbar.” sagt Valentin Humbel, Präsident JUSO Luzern.
Wichtig ist, dass der Sexismus von Albert Kaufmann und auch diese Petition nicht dem Verein als solches schaden soll. Langfristig müssen strukturelle Änderungen vorgenommen werden, damit auch in Horw Frauenfussball gelebt werden kann. Mit neuem Schwung soll wieder ein aktives Frauenteam auf die Beine gestellt werden.
Der Vereinsvorstand scheint aber nicht die nötigen Massnahmen ergreifen zu wollen. In einem Mail vom 25. August 2025 schreibt ein Vorstandsmitglied auf Anfrage: “Wir haben die Situation intern besprochen und das Thema abgeschlossen.” Für uns ist klar, dass innerhalb von nur knapp zwei Wochen keine ernsthafte interne Analyse stattfinden kann. Doch genau dies hat der Vorstand in seiner Stellungnahme nach der Veröffentlichung des Penalty versprochen. Wir fordern den Vorstand darum auf, seine Analyse und insbesondere die Erkenntnisse daraus (z.B. via Website) zugänglich zu machen.