Der Co-Präsident der SVP Ebikon, Christian Huber, besuchte im vergangenen Mai die Hochzeitsfeier eines führenden Neonazis. Beim Bräutigam handelte es sich um einen 50-jährigen Innerschweizer Landwirt und langjähriges Mitglied der Hammerskins, einer gewaltbereiten rechtsextremen Organisation, die rechten Terror propagiert und für die Vorherrschaft der sogenannten weissen Rasse eintritt.
Die Hochzeitsfeier fand beim Winkelrieddenkmal in Sempach statt, wo jährlich Rechtsextreme aufmarschieren, um der Schlacht von Sempach zu gedenken. Unter den Gästen waren ein Dutzend Hammerskins sowie weitere Neonazis, teils mit Kontakten ins direkte Umfeld des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Geführt wurde die Trauung durch einen Mann mit starken Verbindungen zur Schweizer Neonazi-Szene, unter anderen der völkischen Avalon-Gemeinschaft oder der inzwischen aufgelösten Partei National Orientierter Schweizer (PNOS).
Auch Christian Huber engagierte sich mehrere Jahre lang bei der PNOS. Seine Nähe zur rechtsextremen Szene ist seit Langem bekannt, weshalb wir bereits 2022, nach seiner Wahl zum Präsidenten der SVP Ebikon, seinen Rücktritt gefordert haben. Anlass dafür waren unter anderem wiederholte Likes von Beiträgen der rechtsextremen Facebook-Seite der Gruppierung Kameradschaft Heimattreu sowie öffentliche Auftritte mit einem T-Shirt der Neonazi-Marke SvaStone.
Die Teilnahme von Christian Huber an der Hochzeitsfeier eines führenden Neonazis ist inakzeptabel und eine Gefahr für die Demokratie. “Seine Verbindungen zur rechtsextremen Szene sind mit einer Führungsfunktion in einer Partei, die sich demokratisch nennt, nicht vereinbar”, sagt Andrin Winzap, Vorstandsmitglied JUSO Luzern. Wir fordern deshalb seinen sofortigen Rücktritt als Co-Präsident der SVP Ebikon, sowie eine echte Aufarbeitung rechtsextremer Tendenzen innerhalb der SVP Luzern.